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Denkraum.Bauhaus


Denkraum.Bauhaus

Welche Relevanz haben die Ideen die Bauhauses für eine zeitgemäße ästhetische Bildung an Hochschulen, Schulen und in außerschulischen kulturellen Bildungseinrichtungen?

Welche Rolle spielen Hochschulen, der Kunstunterricht und außerschulische Bildungsinstitutionen als Begegnungsräume mit aktuellen Fragen und Problemlagen sowie ihrer diskursiven Verhandlung in der Kunst, in der Gestaltung und in der Architektur? Dies waren Fragen, die den Kongress Denkraum.Bauhaus bestimmten.


Das weltpolitische Geschehen provoziert Fragen an eine zeitgemäße ästhetische Bildung. Die zeitgenössische Kunst, Gestaltung und Architektur sind von diesen Prozessen unmittelbar betroffen, da sie Auswirkungen nicht nur auf Inhalte, Formen und Medien künstlerischer und gestalterischer Arbeit haben, sondern auch neue Kontexte erschließen helfen und damit Chancen auf eine funktionale Einbindung bildender Kunst und Gestaltung in gesellschaftlich relevante Fragestellungen eröffnen. Zugleich bedarf es aber der Befragung der aktuellen Problemstellungen und Herausforderungen, auf die wir in Bildungsprozessen im Allgemeinen, im Kunstunterricht und in außerschulischen Kontexten im Besonderen Antworten geben können und müssen. Ein Diskurs über den Beitrag für eine zeitgemäße ästhetische Bildung schließt daher zugleich die Frage nach der Bildungsverantwortung gegenüber zukünftigen Gesellschaftsgestaltenden ein. Diese zu verhandeln, war Ziel des disziplinübergreifenden Diskurses, der im Rahmen des Bundeskongresses der Kunstpädagogik geführt wurde.

In dem Symposiumsbeitrag “Die wichtigste Technologie ist Begreifen - die Welt neu denken” wurde das ganzheitliche Lehr- und Lernmittel PLATTENBAU als Gedankenraum-Eröffner vorgestellt und als Grundlage die Welt komplex, vielschichtig und im raumgreifenden Gefüge “neu zu denken”.

“Die Welt besteht nicht aus Sachen, sondern aus Sachverhalten” die sich je nach Standpunkt, Perspektive und Bezugsgrößen neu erschließen. Dieses Verständnis, von der Welt aus Verhältnissen, bedarf einer sinnlich, ästhetischen Erfahrung und eines geschulten Abstraktionsvermögens. Ziel kann es nicht mehr sein “Wahrheiten” zu vermitteln und diese zu glauben, sondern die kognitiven Fähigkeiten zu schulen, sich selbst komplexe Zusammenhänge zu erschließen. Diese geistigen Fähigkeiten werden durch sinnliche und ästhetische Erfahrungen, mit dem Baukastensystem PLATTENBAU forciert, entwickelt.

https://www.uni-weimar.de/de/architektur-und-urbanistik/forschung-und-kunst/forschung/tagungen/denkraumbauhaus/

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Earlier Event: May 18
Lange Nacht der Museen